Figurengruppe „Ein Jäger beschützt seine Familie
gegen den Angriff eines Panthers“, 1854,
am Starnberger See

Zu dieser Arbeit liegen nur wenige Hintergrundinformationen vor.
Fertig gestellt war sie jedenfalls 1854, denn in diesem Jahr zeigte Ferdinand von Miller das Ensemble innerhalb seiner Werkschau auf der Allgemeinen deutschen Industrie-Ausstellung im Münchner Glaspalast. Dort präsentierte sich die in Zink gegossene „Jägergruppe“ mit lebensgroßen Figuren erstmals dem Publikum.

In der Quelle „Die Millers, Aufbruch einer Familie“ kann man dazu folgendes nachlesen:

„Er bezahlte dem Künstler für die Überlassung seines Modells 400 Gulden und verkaufte die Plastik für 2.000 Gulden an einen Mr. Dickinson in London. Bei dem Exemplar dieses Werks (...) handelt es sich wohl um einen weiteren Guss.“

Die Figurengruppe "Ein Jäger beschützt seine Familie gegen den Angriff eines Panthers" ist eine der wenigen noch erhaltenen freien Arbeiten des Bildhauers Max von Widnmann. Ihr Platz am Starnberger See ist wunderschön – aber nicht öffentlich zugängig.

In der Wade des Jägers befinden sich heute ein Einschussloch, das – so berichtet eine Ferdinand-Miller-Urenkelin – amerikanische Soldaten in den 1945-er Jahren beim launischen Zielschiessen verursacht haben.

Max von Widnmann schrieb dazu in seinen Erinnerungen:

„Im Herbst des verflossenen Jahres hatte ich die Gruppe "Ein Jäger beschützt seine Familie gegen den Angriff eines Panters" angefangen und arbeitete während des Jahres 1850 fleißig daran.“

Steckbrief

Ein Jäger beschützt seine Familie gegen den Angriff eines Panthers

Fertig gestellt: 1854
Auftraggeber: Eigenarbeit
Erste Präsentation: Werkschau der Allgemeinen deutschen Industrie-Ausstellung 1854, Münchner Glaspalast
Material: Zinkguss
Erstguss: Verkauf an Mr. Dickinson in London nach der Werkschau
Zweitguss: im Privatbesitz der Familie Miller, vor Villa am Westufer des Starnberger Sees